Für mich ist Kirche bzw. Glaube ganz persönlich und individuell
wie jeder Mensch es ist - "Gott" sei Dank weiß ich, daß es keinen strafenden Gott gibt - wenn daß der Fall wäre,
dürfte ich mich wahrscheinlich gar nicht mehr an ihn wenden.
Am schlimmsten ist für mich das Wort "Schuld" - das habe ich ersatzlos aus meinem Wortschatz gestrichen...
Wenn ich jemals schuldig wurde und andere verletzt habe
- lag bei mir immer ein großer Schmerz.
Ich kann mich nicht erinnern, daß die Kirche schreibt, daß ich mir selbst vergeben und vor allem mich lieben muß, um anderen vergeben zu können und zu lieben.
Kennst Du die Bücher von Anthony de Mello? Er beschreibt vieles in dieser Richtung sehr gut.
Was ich unverschämt finde, ist daß Kirchen ausgrenzen und manche Erfahrungen verbieten (siehe 10 Gebote: die sind zwar stimmig, aber woher wollen die wissen, über welche Erfahrungen ich zu Gott kommen kann?)
Ich habe schöne Erlebnisse mit Gott gehabt, er hat mein inneres Kind in die Arme genommen und beschützt, als ich nicht für es sorgen konnte, und ich spüre heute, wie er mich in die Arme nimmt (seit ich es zulassen kann).
Ich erfahre seine Berührungen und seine Liebe auf meine persönliche Weise! Gott spricht mit mir, ich höre seine Musik, und so weiter und so weiter. Er gibt einfach ohne Ende.